Villa Hügel: Unterwegs bei der Familie Krupp

Villa Hügel

Seit wenigen Tagen bin ich von meinem Urlaub auf Madeira zurück. Und bevor ich nun mit meinen  Erlebnissen auf der Blumeninsel anfange, schreibe ich euch etwas über meinen Ausflug zur Villa Hügel. 

Seit etwas mehr als einem Jahr wohne ich nun im schönen Rheinland und unweit vom Ruhrgebiet. Und seit einiger Zeit stand ein Ziel hier in der Umgebung ganz oben auf meiner Liste: die Villa Hügel der Familie Krupp. 

Die Villa Hügel in Essen

Als Symbol der Industrialisierung in Deutschland ist die Villa Hügel weitaus mehr als nur ein Unternehmerwohnsitz. Erbaut von 1870 bis 1873 ist das Haus mit 8.100 Quadratmeter Wohnfläche einfach beeindruckend. Es war für mich kaum vorstellbar, dass hier vor einigen Jahrzehnten hier noch Personen gewohnt haben. 

Die Villa Hügel besteht aus 2 Gebäudeteilen – dem großen und dem kleinen Haus. Wenn man das große Haus über das große Foyer betritt, kommt es einem so vor, als wäre man in mitten eines Tanzsaals. Im unteren Bereich waren damals die gesellschaftlichen Räume, wie zum Beispiel auch die Bibliothek. Diese umfasste in seinen besten Zeiten rund 36.000 Bände. In der oberen Etage waren die privaten Räume – so auch die früheren Arbeitsräume. Heute befinden sich hier auch temporäre Ausstellungen – wie aktuell die Ausstellung „Humboldt dankt, Adenauer dementiert“. Die aktuelle Ausstellung ist sehr interessant, vor allem wenn man sich die Handschriften berühmter Persönlichkeiten anschaut. Manche sind überhaupt nicht lesbar 😉

Im kleinen Haus befindet sich die historische Ausstellung, die einiges zur Familie und zur Geschichte der Firma Krupp aufgreift. Es ist sehr interessant zu sehen, wie die Generationen die Traditionen im Unternehmen weitergetragen und was sie verändert haben. Auch die Weiterentwicklung des Unternehmens ist beeindruckend. Die Entwicklung der Firma Krupp von seinen Anfängen, über wirtschaftliche Rückschläge und Krieg, bis hin zum Zusammenschluss mit der Firma Thyssen ist erstaunlich.

Die Entwicklung der Villa Hügel

Hier konnte man auch sehen, wie sich die Villa von einem Wohnhaus im Hügelpark über einer kleinen Stadt in der Stadt bis hin zum Museum entwickelt hat. Zunächst war es das Heim der Familie Krupp. Und so sollte es auch bis zum 2. Weltkrieg bleiben. Während dieser Zeit hat sich das Leben auf dem „Hügel“ verändert. Land- und Nutzwirtschaft wurden vorangetrieben, um die dort lebenden Familien zu ernähren. Auch Wohnungen für die Arbeiter der Familie Krupp wurden hier errichtet. Heutzutage ist der Hügelpark aber wieder recht leer. Nur wenige Gebäude – wie die Villa Hügel – blieben erhalten. Bei der Fahrt vom Park in die Innenstadt Essens, kamen wir noch an ein paar alten Arbeiterhäusern vorbei. Diese befinden sich am Rand des Parks. 

Warum sollte man die Villa besuchen?

Das Großstadtleben hier in Düsseldorf ist toll. Doch ab und zu gibt es die Zeiten, wo man einfach mal was anderes sehen will. Der Besuch der Villa Hügel war nach meinem Urlaub auf Madeira ebenfalls fast wie Urlaub. 

Der Besuch der Villa und des Hügelparks ist so, als wäre man in einer ganz anderen Welt. Man glaubt gar nicht, dass man sich in der Großstadt Essen ist. Das Betreten der Villa ist so beeindruckend – durch die Verzierungen, Vertäfelungen und einfach durch die Größe der Räume. 

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