Wochenend-Trip ins Douro-Tal

Die Gegend rund um Porto ist auch – oder vor allem – bekannt für den nur hier produzierten Portwein. Also wird es auch mal Zeit, sich mal die Weinkeller und Weinberge anzuschauen. Mit dabei war mein Familien-Besuch; meine liebe Tante hat einen Abstecher aus dem kalten, nassen Deutschland ins warme, sonnige Portugal gemacht.

Gemeinsam haben wir uns zunächst einen „Caves do Vinho do Porto“ – einen Weinkeller – angeschaut. Dabei waren nicht bei irgendeinem, sondern bei dem Hersteller Sandeman. Es soll einer der besten und bekanntesten Anbieter für Portwein sein. Die Führung durch die Räume war interessant – man hat einiges über die Herstellung, Lagerung  und die verschiedenen Sorten des Weines erfahren können. Diese Führung dauerte ungefähr eine halbe Stunde und war damit auch vollkommen ausreichend. Anschließend konnte man zwei verschiedene Portwein-Sorten probieren – einen weißen und einen roten (und ich mag beide nicht).

Nach diesem Einstieg in die Welt des Portweins sind wir mit einem Mietwagen ins Douro-Tal gefahren. Im Douro-Tal werden die Weintrauben für den Portwein angebaut. Unser Ziel war Peso da Régua, welches auch als Hauptstadt des Portweins bezeichnet wird. Es ist ein nettes kleines Städtchen, in der außerhalb der Hauptsaison nichts los zu sein scheint. 😉 Hier haben wir eine kleine Bootstour auf dem Douro unternommen und konnten einen schönen Blick auf die Weinberge erhaschen. Diese sind im Gegensatz zu Deutschland eher terrassenförmig aufgebaut.

Neben Peso da Régua haben wir uns auch Pinhão, Lamego und Vila Real angeschaut. Pinhão ist ein kleines Dorf, welches ungefähr 30 km von Peso da Régua entfernt ist. Neben einem schönen Blick auf die Weinberge gibt es hier einen interessant gestalteten Bahnhof. An den Außenwänden sind Bilder mit blau-weißen Kacheln dargestellt, auf denen die Herstellung des Portweins zu sehen ist.

In Lamego kann man dafür einiges mehr sehen. Neben einer Kathedrale gibt es hier einen Wehrturm, der früher einmal zu einer Burg gehörte, und die  Wallfahrtskirche Nossa Senhora dos Remédios, zur der 686 Stufen hinauf führen. Dieser Weg hoch ist zwar sehr anstrengend, aber es lohnt sich. Da die 686 Stufen zwischendurch von Aussichtsplattformen unterbrochen sind, kann man immer mal wieder eine Pause machen und den Ausblick genießen. Die Kirche selbst ist klein und unspektakulär.

Vila Real haben wir am Sonntag auf unserer Rücktour nach Porto besichtigt. Dies war wahrscheinlich auch ein Problem, denn es war überhaupt nichts los. In Vila Real gibt es einige interessant aussehende Kirchen. Jedoch war der Großteil der Einwohner beim Gottesdienst in der Kirche, weshalb man sich diese auch nur von außen anschauen konnte.

Letztendlich: Das Douro-Tal ist landschaftlich gesehen wunderschön – aber man muss sich darauf einstellen, dass (zumindest zu dieser Jahreszeit) nicht viel los ist und es auch insgesamt nicht so viel zu sehen gibt.

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